13th Korean Film Festival Frankfurt

Festivalfokus: Generationen

Was verbinden wir mit dem Begriff „Generation”? Häufig beschreiben wir die Gemeinsamkeiten oder die Unterschiede verschiedener Altersgruppen. Oft überschatten Abgrenzungen die Dinge, die Generationen gemeinsam haben. Wir denken an die jüngeren Generationen, die ihre ganze Zukunft noch vor sich haben und an die älteren Generationen, die uns daran erinnern möchten, dass früher alles besser war. Trotz unterschiedlicher Lebenserfahrungen und Erlebnisse vergessen wir, auf die Gemeinsamkeiten zu blicken, die wir miteinander teilen oder Dinge zu beleuchten, die uns verbinden. 
Für das Korean Film Festival Frankfurt sind Filme ein wichtiges, generationsübergreifendes Medium. Filme machen uns auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam, nehmen uns in andere Welten mit oder machen persönliche Geschichten greifbar. Dadurch können Filme verschiedene Generationen ansprechen und dazu beitragen, sich in ihnen wiederzufinden. Außerdem können sie zu einem besseren Verständnis unserer Gesellschaft und Mitmenschen führen. Dabei sind Filme nicht nur generationsübergreifend, sondern auch länderübergreifend, was man auch an den vielen internationalen Besucher*innen des Filmfestivals sieht. 

Über Generationen hinweg haben sich Filmemacher*innen auf der ganzen Welt gegenseitig beeinflusst. Filmemacher*innen aus Südkorea fanden unter anderem Inspiration in Hollywood. Heute blicken zahlreiche Filmschaffende voller Anerkennung in die südkoreanische Filmwelt, die von verschiedenen Generationen von Filmemacher*innen geprägt ist. Der südkoreanische Film lebt von jungen Talenten, die sich von ihren Vorbildern wie PARK Chan-wook und BONG Joon-ho inspirieren lassen und selbst diese beiden anerkannten Filmemacher wären wohl nicht dort wo sie jetzt sind, ohne die vorangegangene Generation an südkoreanischen Filmemacher*innen. Es sind die Annäherungen verschiedener Generationen aneinander sowie der Austausch zwischen ihnen, die zu einer lebhaften Filmlandschaft führen. Die älteren Generationen können die jüngeren beeinflussen. Gleichwohl können jüngere Generationen eine Inspirationsquelle für ältere sein. Der Dialog, der entstehen kann, ist förderlich und ideenreich und schafft das Potential, Filme zugänglich für ein breites Publikum zu machen. 

Deshalb möchten wir auf unserem diesjährigen Filmfestival den Fokus auf das Thema „Generationen” legen. Es ist uns ein Anliegen, Themen, die verschiedene Generationen betreffen, zu beleuchten. Was beschäftigt einzelne Generationen? Welche generationsübergreifenden Probleme bewegen uns? Filme sind ein wesentliches Medium, um solche gesellschaftlich relevanten Themen und Fragen darzustellen. Dabei streben wir an, unsere Besucher*innen mit unterschiedlichen Generationen von südkoreanischen Filmemacher*innen bekannt zu machen. Neben den neuesten Blockbustern aus Südkorea wollen wir deshalb auch Filmemacher*innen abseits des Mainstream-Kinos fördern. Auf unserem diesjährigen Festival wollen wir verschiedene Generationen an Besucher*innen sowie Filmschaffenden zusammenbringen.

Korean Culture Day 2024

Das Bühnenprogramm + Workshops

Auf der Bühne begrüßen wir neben einer K-Pop Tanzgruppe auch den Euka Tanz e. V., der traditionelle koreanische Tänze aufführen wird. Dort finden auch Podiumsdiskussionen mit eingeladenen Filmschaffenden und Gästen statt. Ein besonderes Ereignis wird die Aufzeichnung eines Live-Podcasts mit Ini und Jong von „Wir reden die Welt” sein. Die beiden sind in Deutschland geborene Koreaner und teilen in ihrem Podcast Meinungen und Erfahrungen über die koreanische und deutsche Kultur.

Für alle Hungrigen bieten die Frankfurter Restaurants Sunbap und Gangnam Kitchen eine Reise durch die koreanische Küche an. Wer Lust hat, kann in einem Workshop sogar selbst Gimbap rollen. Natürlich ist auch für den Durst was dabei: Hier können koreanische und Korea-inspirierte Getränke probiert werden. Wir haben sogar exklusive Produkte für euch, die noch nicht auf dem Markt zu finden sind.

Wer nicht nur zuschauen will, kann an unseren interaktiven Ständen selbst kreativ werden. Unser Bastelstand bietet die Gelegenheit, die koreanische Knotenkunst Maedup und Ddakji auszuprobieren. Oder steht euch der Sinn eher nach traditionellen koreanischen Spielen? Wir zeigen euch, wie Yutnori, Tuhi und Jegi funktionieren. Es gibt außerdem wieder einen Stand mit Hanbok-Anprobe, bei dem ihr Eure Erinnerungen auf einem Foto festhalten könnt. Neben unserem Gimbap-Kochworkshop bietet die Künstlerin Solne Kim einen Workshop zu traditioneller koreanischer Kunst an.

Am Abend bekommen wir noch Besuch von einem DJ, der einen musikalischen Ausklang für den Korea Culture Day gestaltet. Egal also, ob nach einem Kinobesuch oder nach einer Tour aller unserer Stände: Kommt vorbei, verbringt Zeit mit uns und der koreanischen Kultur und tanzt mit uns noch bis in die Nacht – wir freuen uns, Euch begrüßen zu dürfen!


Gäste und Podiumsdiskussion

Passend zu unserem Thema „Generationen” zeichnen sich unsere Gäste als Nachwuchsregisseur*innen aus und präsentieren während des Festivals ihre Debütfilme. Freut Euch auf die Regisseur*innen SEO Ah-hyun (서아현) (Queer My Friends), SOHN Hyun-lok (손현록) (That Summer’s Lie) und JANG Jun-young (장준영) (Wintering)! 
Alle drei könnt ihr zur Podiumsdiskussion am 26.10.2024 ab 17:30 Uhr in der jugend-kultur-kirche sankt peter kennenlernen oder besucht die Filmvorführung der jeweiligen Filme und seid Teil der anschließenden Gesprächen mit den Regisseur*innen.

SEO Ah-hyun: Eine Filmemacherin, die gesellschaftlich verankerte Annahmen mit intimen persönlichen Geschichten in Frage stellt. Ihr Debütfilm Queer My Friends handelt von einer intimen Reise zur Selbstliebe, auf der sie ihre queeren besten Freund begleitet.

SOHN Hyun-lok: Mit seinem Film That Summer’s Lie spinnt der Newcomer-Regisseur in seinem ersten Spielfilm ein fesselndes Drama über Macht und Genderrollen in der südkoreanischen Gesellschaft. Durch Lügen versucht eine junge Schülerin ihre letzte Beziehung zu retten und verfängt sich dabei. 

JANG Jun-young: Hautnah und gefühlvoll zeigt Wintering, wie wichtig Familie ist und dass jedes Familienmitglied mit eigenen Problemen ringt. Mit diesem Film gehörte JANG Jun-young zu der Auswahl unter der Kategorie „Korean Cinema” während des Jeonju International Film Festival 2024.

Zu einer weiteren Podiumsdiskussion während des Korea Culture Day am 26. Oktober 2024 ab 15 Uhr sind Gäste eingeladen, mit denen wir über unser diesjähriges Festivalthema „Generationen,” koreanische Gesellschaft und Diaspora diskutieren möchten. Wir begrüßen:

Dr. LEE Jingeum, Dozentin und PhD-Kandidatin der Koreastudien an der Goethe Universität Frankfurt am Main, Tim Hanstein, Vorstandsvorsitzender des Vereins Koreanische Adoptierte Deutschland und PARK Byung-jin. Er ist Anwalt und Autor des Buches Ins Leere gelaufen: Wie ich meine Depression überwand und mich selbst neu kennenlernte.


Filmprogramm und der KFFF Newcommer Award

In den Kategorien Blockbuster, Indie, Animation und Project K Selection wurden auch dieses Jahr wieder Filme ausgewählt. Die erste Kategorie „Blockbuster” bezeichnet alle Filme, die bei koreanischen und internationalen Zuschauer*innen großen Erfolg genießen konnten. In der Kategorie „Indie Film” präsentiert das Festival Filme, die abseits von Mainstream-Produktionen entstanden sind. Dazu gehören unter anderem Kunstfilme, unabhängige Produktionen sowie Dokumentarfilme. In der Kategorie „Animation” werden verschiedene koreanische Animationsfilme gezeigt. Wie schon in den vorherigen Jahren wird Project K e. V. eine Auswahl an animierten Kurzfilmen der Korea Independent Animation Filmmakers Association (KIAFA) in das Programm des Korean Film Festival Frankfurt aufnehmen. Die Kategorie „Project K -Selection” umfasst Filme, die den diesjährigen thematischen Schwerpunkt des Festivals widerspiegeln.
Die Nominierten des KFFF Newcomer Awards

Wir freuen uns, zum ersten Mal einen Wettbewerb für junge und ambitionierte koreanische Filmemacher*innen zu veranstalten. Unser Ziel ist es, talentierte Filmschaffende zu fördern und ihnen eine internationale Plattform zu bieten. Der/Die Gewinner*in wird mit dem KFFF – Newcomer Award ausgezeichnet. Außerdem wird der Film vor unserem Abschlussfilm am Sonntag gezeigt. 

Aus zahlreichen Einreichungen konnten sich drei Kurzfilme für den Preis in diesem Jahr qualifizieren. Die Preisverleihung wird am 27.10.2024 um 22.15 Uhr in Eldorado stattfinden. Für die Besichtigung des Gewinnerfilms ist der Erwerb eines Tickets für die Filmvorführung „Wintering“ notwendig.

Remember Our Sister von JO Ha-young (Südkorea 2022, 29 Min., OmeU)

In Remember our Sister erzählt JO Ha-young die vergessene Geschichte der Frauen in einem Militärstützpunkt in Südkorea.

JO Ha-young ist Studentin an der Korean National University of Arts und hat bereits ihren Abschluss in Filmkünste absolviert. Sie arbeitet bereits an einem neuen Projekt namens “Kooni”. In dem Kurzfilm geht es um die Geschichte der Opfer, die auf einem Militärübungsplatz in Südkorea gelebt haben.

KidsLand von KIM Won-woo (Südkorea 2023, 23 Min., OmeU)

KidsLand thematisiert die Historie einer kleinen Dorfgemeinde, die durch externe Kräfte zerfällt. KIM Won-woo kritisiert dabei die rücksichtslose Entwicklung in Korea.

KIM Won-woo erlangte seinen Abschluss als Filmregisseur an der Korean National University of Arts. Aktuell befasst er sich mit einem neuen Projekt, das von der verantwortungslosen Gesellschaft und der Wut der jüngeren Generation handelt. 

An Empty Land von LEE Kwan-hee (Südkorea, 15 Min., OmeU)

An Empty Land handelt von der Geschichte eines Deserteurs, der sich den Weg erkämpft, um seine Ehefrau wiederzusehen.

LEE Kwan-hee studiert Filmregie am Seoul Institute of the Arts.

Der Gewinnerfilm wird von einer externen sowie der Project K Filmjury  ausgewählt und mit dem KFFF – Newcomer Award prämiert.


Die externe Filmjury 

Dr. Sung Un Gang

Dr. Gang ist Medien- und Kulturwissenschaftler und forscht zu LGBTQAI+ Communites in Südkorea und zu sozialen Minderheiten der asiatischen Diaspora in Deutschland. 2024 erschien seine Publikation The Making of Modern Subjects: Public Discourses on Korean Female Spectators in the Early 20th Century. Dr. Gang produziert zudem den Interviewpodcast „Bin ich süßsauer?“, der sich  queeren asiatischen Menschen widmet.

Lucas Barwenczik

Barwenczik arbeitet u.a. als freier Filmkritiker für die Magazine „Kino-Zeit“, „Filmdienst“ und das Online-Filmportal „Filmstarts“.  Außerdem ist Barwenczik der Co-Host des Podcasts „Cuts“.


13th Korean Film Festival Frankfurt

Festivalfokus: Generationen

Was verbinden wir mit dem Begriff „Generation”? Häufig beschreiben wir die Gemeinsamkeiten oder die Unterschiede verschiedener Altersgruppen. Oft überschatten Abgrenzungen die Dinge, die Generationen gemeinsam haben. Wir denken an die jüngeren Generationen, die ihre ganze Zukunft noch vor sich haben und an die älteren Generationen, die uns daran erinnern möchten, dass früher alles besser war. Trotz unterschiedlicher Lebenserfahrungen und Erlebnisse vergessen wir, auf die Gemeinsamkeiten zu blicken, die wir miteinander teilen oder Dinge zu beleuchten, die uns verbinden. 
Für das Korean Film Festival Frankfurt sind Filme ein wichtiges, generationsübergreifendes Medium. Filme machen uns auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam, nehmen uns in andere Welten mit oder machen persönliche Geschichten greifbar. Dadurch können Filme verschiedene Generationen ansprechen und dazu beitragen, sich in ihnen wiederzufinden. Außerdem können sie zu einem besseren Verständnis unserer Gesellschaft und Mitmenschen führen. Dabei sind Filme nicht nur generationsübergreifend, sondern auch länderübergreifend, was man auch an den vielen internationalen Besucher*innen des Filmfestivals sieht. 

Über Generationen hinweg haben sich Filmemacher*innen auf der ganzen Welt gegenseitig beeinflusst. Filmemacher*innen aus Südkorea fanden unter anderem Inspiration in Hollywood. Heute blicken zahlreiche Filmschaffende voller Anerkennung in die südkoreanische Filmwelt, die von verschiedenen Generationen von Filmemacher*innen geprägt ist. Der südkoreanische Film lebt von jungen Talenten, die sich von ihren Vorbildern wie PARK Chan-wook und BONG Joon-ho inspirieren lassen und selbst diese beiden anerkannten Filmemacher wären wohl nicht dort wo sie jetzt sind, ohne die vorangegangene Generation an südkoreanischen Filmemacher*innen. Es sind die Annäherungen verschiedener Generationen aneinander sowie der Austausch zwischen ihnen, die zu einer lebhaften Filmlandschaft führen. Die älteren Generationen können die jüngeren beeinflussen. Gleichwohl können jüngere Generationen eine Inspirationsquelle für ältere sein. Der Dialog, der entstehen kann, ist förderlich und ideenreich und schafft das Potential, Filme zugänglich für ein breites Publikum zu machen. 

Deshalb möchten wir auf unserem diesjährigen Filmfestival den Fokus auf das Thema „Generationen” legen. Es ist uns ein Anliegen, Themen, die verschiedene Generationen betreffen, zu beleuchten. Was beschäftigt einzelne Generationen? Welche generationsübergreifenden Probleme bewegen uns? Filme sind ein wesentliches Medium, um solche gesellschaftlich relevanten Themen und Fragen darzustellen. Dabei streben wir an, unsere Besucher*innen mit unterschiedlichen Generationen von südkoreanischen Filmemacher*innen bekannt zu machen. Neben den neuesten Blockbustern aus Südkorea wollen wir deshalb auch Filmemacher*innen abseits des Mainstream-Kinos fördern. Auf unserem diesjährigen Festival wollen wir verschiedene Generationen an Besucher*innen sowie Filmschaffenden zusammenbringen.

Korean Culture Day 2024

Das Bühnenprogramm + Workshops

Auf der Bühne begrüßen wir neben einer K-Pop Tanzgruppe auch den Euka Tanz e. V., der traditionelle koreanische Tänze aufführen wird. Dort finden auch Podiumsdiskussionen mit eingeladenen Filmschaffenden und Gästen statt. Ein besonderes Ereignis wird die Aufzeichnung eines Live-Podcasts mit Ini und Jong von „Wir reden die Welt” sein. Die beiden sind in Deutschland geborene Koreaner und teilen in ihrem Podcast Meinungen und Erfahrungen über die koreanische und deutsche Kultur.

Für alle Hungrigen bieten die Frankfurter Restaurants Sunbap und Gangnam Kitchen eine Reise durch die koreanische Küche an. Wer Lust hat, kann in einem Workshop sogar selbst Gimbap rollen. Natürlich ist auch für den Durst was dabei: Hier können koreanische und Korea-inspirierte Getränke probiert werden. Wir haben sogar exklusive Produkte für euch, die noch nicht auf dem Markt zu finden sind.

Wer nicht nur zuschauen will, kann an unseren interaktiven Ständen selbst kreativ werden. Unser Bastelstand bietet die Gelegenheit, die koreanische Knotenkunst Maedup und Ddakji auszuprobieren. Oder steht euch der Sinn eher nach traditionellen koreanischen Spielen? Wir zeigen euch, wie Yutnori, Tuhi und Jegi funktionieren. Es gibt außerdem wieder einen Stand mit Hanbok-Anprobe, bei dem ihr Eure Erinnerungen auf einem Foto festhalten könnt. Neben unserem Gimbap-Kochworkshop bietet die Künstlerin Solne Kim einen Workshop zu traditioneller koreanischer Kunst an.

Am Abend bekommen wir noch Besuch von einem DJ, der einen musikalischen Ausklang für den Korea Culture Day gestaltet. Egal also, ob nach einem Kinobesuch oder nach einer Tour aller unserer Stände: Kommt vorbei, verbringt Zeit mit uns und der koreanischen Kultur und tanzt mit uns noch bis in die Nacht – wir freuen uns, Euch begrüßen zu dürfen!


Gäste und Podiumsdiskussion

Passend zu unserem Thema „Generationen” zeichnen sich unsere Gäste als Nachwuchsregisseur*innen aus und präsentieren während des Festivals ihre Debütfilme. Freut Euch auf die Regisseur*innen SEO Ah-hyun (서아현) (Queer My Friends), SOHN Hyun-lok (손현록) (That Summer’s Lie) und JANG Jun-young (장준영) (Wintering)! 
Alle drei könnt ihr zur Podiumsdiskussion am 26.10.2024 ab 17:30 Uhr in der jugend-kultur-kirche sankt peter kennenlernen oder besucht die Filmvorführung der jeweiligen Filme und seid Teil der anschließenden Gesprächen mit den Regisseur*innen.

SEO Ah-hyun: Eine Filmemacherin, die gesellschaftlich verankerte Annahmen mit intimen persönlichen Geschichten in Frage stellt. Ihr Debütfilm Queer My Friends handelt von einer intimen Reise zur Selbstliebe, auf der sie ihre queeren besten Freund begleitet.

SOHN Hyun-lok: Mit seinem Film That Summer’s Lie spinnt der Newcomer-Regisseur in seinem ersten Spielfilm ein fesselndes Drama über Macht und Genderrollen in der südkoreanischen Gesellschaft. Durch Lügen versucht eine junge Schülerin ihre letzte Beziehung zu retten und verfängt sich dabei. 

JANG Jun-young: Hautnah und gefühlvoll zeigt Wintering, wie wichtig Familie ist und dass jedes Familienmitglied mit eigenen Problemen ringt. Mit diesem Film gehörte JANG Jun-young zu der Auswahl unter der Kategorie „Korean Cinema” während des Jeonju International Film Festival 2024.

Zu einer weiteren Podiumsdiskussion während des Korea Culture Day am 26. Oktober 2024 ab 15 Uhr sind Gäste eingeladen, mit denen wir über unser diesjähriges Festivalthema „Generationen,” koreanische Gesellschaft und Diaspora diskutieren möchten. Wir begrüßen:

Dr. LEE Jingeum, Dozentin und PhD-Kandidatin der Koreastudien an der Goethe Universität Frankfurt am Main, Tim Hanstein, Vorstandsvorsitzender des Vereins Koreanische Adoptierte Deutschland und PARK Byung-jin. Er ist Anwalt und Autor des Buches Ins Leere gelaufen: Wie ich meine Depression überwand und mich selbst neu kennenlernte.


Filmprogramm und der KFFF Newcommer Award

In den Kategorien Blockbuster, Indie, Animation und Project K Selection wurden auch dieses Jahr wieder Filme ausgewählt. Die erste Kategorie „Blockbuster” bezeichnet alle Filme, die bei koreanischen und internationalen Zuschauer*innen großen Erfolg genießen konnten. In der Kategorie „Indie Film” präsentiert das Festival Filme, die abseits von Mainstream-Produktionen entstanden sind. Dazu gehören unter anderem Kunstfilme, unabhängige Produktionen sowie Dokumentarfilme. In der Kategorie „Animation” werden verschiedene koreanische Animationsfilme gezeigt. Wie schon in den vorherigen Jahren wird Project K e. V. eine Auswahl an animierten Kurzfilmen der Korea Independent Animation Filmmakers Association (KIAFA) in das Programm des Korean Film Festival Frankfurt aufnehmen. Die Kategorie „Project K -Selection” umfasst Filme, die den diesjährigen thematischen Schwerpunkt des Festivals widerspiegeln.
Die Nominierten des KFFF Newcomer Awards

Wir freuen uns, zum ersten Mal einen Wettbewerb für junge und ambitionierte koreanische Filmemacher*innen zu veranstalten. Unser Ziel ist es, talentierte Filmschaffende zu fördern und ihnen eine internationale Plattform zu bieten. Der/Die Gewinner*in wird mit dem KFFF – Newcomer Award ausgezeichnet. Außerdem wird der Film vor unserem Abschlussfilm am Sonntag gezeigt. 

Aus zahlreichen Einreichungen konnten sich drei Kurzfilme für den Preis in diesem Jahr qualifizieren. Die Preisverleihung wird am 27.10.2024 um 22.15 Uhr in Eldorado stattfinden. Für die Besichtigung des Gewinnerfilms ist der Erwerb eines Tickets für die Filmvorführung „Wintering“ notwendig.

Remember Our Sister von JO Ha-young (Südkorea 2022, 29 Min., OmeU)

In Remember our Sister erzählt JO Ha-young die vergessene Geschichte der Frauen in einem Militärstützpunkt in Südkorea.

JO Ha-young ist Studentin an der Korean National University of Arts und hat bereits ihren Abschluss in Filmkünste absolviert. Sie arbeitet bereits an einem neuen Projekt namens “Kooni”. In dem Kurzfilm geht es um die Geschichte der Opfer, die auf einem Militärübungsplatz in Südkorea gelebt haben.

KidsLand von KIM Won-woo (Südkorea 2023, 23 Min., OmeU)

KidsLand thematisiert die Historie einer kleinen Dorfgemeinde, die durch externe Kräfte zerfällt. KIM Won-woo kritisiert dabei die rücksichtslose Entwicklung in Korea.

KIM Won-woo erlangte seinen Abschluss als Filmregisseur an der Korean National University of Arts. Aktuell befasst er sich mit einem neuen Projekt, das von der verantwortungslosen Gesellschaft und der Wut der jüngeren Generation handelt. 

An Empty Land von LEE Kwan-hee (Südkorea, 15 Min., OmeU)

An Empty Land handelt von der Geschichte eines Deserteurs, der sich den Weg erkämpft, um seine Ehefrau wiederzusehen.

LEE Kwan-hee studiert Filmregie am Seoul Institute of the Arts.

Der Gewinnerfilm wird von einer externen sowie der Project K Filmjury  ausgewählt und mit dem KFFF – Newcomer Award prämiert.


Die externe Filmjury 

Dr. Sung Un Gang

Dr. Gang ist Medien- und Kulturwissenschaftler und forscht zu LGBTQAI+ Communites in Südkorea und zu sozialen Minderheiten der asiatischen Diaspora in Deutschland. 2024 erschien seine Publikation The Making of Modern Subjects: Public Discourses on Korean Female Spectators in the Early 20th Century. Dr. Gang produziert zudem den Interviewpodcast „Bin ich süßsauer?“, der sich  queeren asiatischen Menschen widmet.

Lucas Barwenczik

Barwenczik arbeitet u.a. als freier Filmkritiker für die Magazine „Kino-Zeit“, „Filmdienst“ und das Online-Filmportal „Filmstarts“.  Außerdem ist Barwenczik der Co-Host des Podcasts „Cuts“.


13th KFFF - Filmübersicht

Blockbuster